Die unangenehme Seite des „all inclusive“

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Das Wochenende über den ersten Mai, nutzten mein Mann und ich für eine Reise mit der „AIDA“. Mit dem Luxusschiff sollte es vier Tage auf der Nordsee nach Amsterdam und London gehen. Wie toll… Erst einmal vier Tage, um zu testen, wie es sich mit einem schwimmenden Hotel so reisen lässt. Die Vorstellung davon war traumhaft…von Seiten des Unternehmens „AIDA“ war alles bestens organisiert; angefangen vom PKW (für die Anreise verwandt) Parkplatz, über Shuttlebus zum Schiff…unsere Koffer standen bereits vor der Kabinentür als wir, stets von freundlichem Personal geleitet, auch auf unserem Deck ankamen. Die logistische Leistung, ungefähr 2500 Passagiere und circa 750 „Mann“ Personal so zu organisieren, dass jeder zur richtigen Zeit dort eintrifft, wo er eintreffen soll, ist unglaublich und mehr als beeindruckend. Ganz zu schweigen, von den Mengen an Nahrungsmitteln, Essen  und Trinken, die so ein schwimmendes Hotel beherbergen muss. Auf diesem Schiff ist alles (zumindest das meiste) inklusive, sprich im Preis inbegriffen, also bereits bezahlt. So stürmen während der Reise die 2500 Passagiere bereits morgens  mit ausgefahrenen Ellenbogen auf‘s Frühstücksbuffet, mittags zum Mittagsbuffet und am Abend dann wieder zum Abendbuffet. Die voll belegten Buffettresen  wurden gestürmt, als gäbe es  die nächsten Wochen nie wieder etwas essbares und als hätte es auch die Wochen vor der Reise lange nichts zu essen gegeben. Ich fand es erschreckend, dass erwachsene zivilisierte Mitteleuropäer zu solch gierigen Raffern  werden, schieben schubsen und drängeln, um sich ihre Teller mit Lebensmitteln zu überhäufen, die ohnehin den ganzen Tag im Überfluss zur Verfügung stehen. So freundlich das Personal auch ist, so luxuriös das Schiff, so gut Essen und Service auf dem Luxusliner sind…die „all inclusive“ Variante ist für mich ein echter Abturner!! Für mich ist die vernünftigste Lösung, für das zu zahlen, was ich nutze. Denn trotz des Überflusses Angebots auf der „AIDA“ hatte die überwiegende Zahl der Mitreisenden scheinbar Angst nicht genug zu bekommen. Einfach total peinlich, unangenehm und unbegreiflich…und leider nicht mein Style.

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2 Gedanken zu “Die unangenehme Seite des „all inclusive“

  1. Dagmar Slawski sagt:

    Liebe Carola, falls Du noch einmal auf Kreuzfahrt gehen möchtest, versuche es doch bitte mal auf der „Symphony of the Seas“ – (poetischer Name) – 5518 Passagiere finden auf dem 362 Meter langen Schiff bei Doppelbelegung der 2759 Kabinen Platz, maximal gehen 6680. Stell Dir doch bitte einmal das große Fressen vor, einfach gigantisch — Und an Animation, Blödsinn und Event wird so ziemlich alles aufgeboten, dass Du Dich zu Tode amüsieren und vergessen kannst, Dich auf einem Schiff zu befinden. Ist das nicht toll?
    Alternativ komm doch zum nächsten 1. Mai einfach an die Küste. Dann können wir mit einem spartanischen Picknick-Körbchen an den Ostseestrand ziehen, Feldenkrais üben und uns amüsieren.
    Lieben Gruß von Dagmar

    Gefällt 1 Person

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